Deine Website hat vielleicht Dutzende Blogartikel oder Hunderte Produktseiten. In einem Suchbericht lassen sich die Klicks jeder einzelnen Seite leicht prüfen. Für Fragen wie „Wie entwickelt sich der Blog insgesamt?“ oder „Welche Art von Produktseiten verliert gerade Klicks?“ musst du verwandte Seiten jedoch zunächst zusammenfassen.
Mit Content Groups fasst du Seiten, die dieselbe Regel erfüllen, zu einer Gruppe zusammen und wertest ihre Suchleistung gemeinsam aus. Du kannst zum Beispiel alle URLs, die /blog/ enthalten, der Gruppe „Blogartikel“ zuordnen und ihre Entwicklung fortlaufend beobachten.
Wenn du die Funktion noch nicht kennst, kannst du sie dir zunächst so vorstellen: Du legst wiederverwendbare Seitengruppen an, um deine Daten aus Sicht eines bestimmten Geschäftsbereichs auszuwerten.
Die Website und alle Daten in diesem Artikel sind frei erfundene Beispiele. Sie dienen nur dazu, die Gruppierung und Berechnungen zu erklären, stellen keine Ergebnisse einer echten Website dar und sind kein Versprechen für steigenden Traffic.
1. Was sind Content Groups?
Angenommen, du betreibst eine Website für Laufausrüstung, auf der es sowohl Ratgeber als auch Produktseiten gibt:
| Seitenpfad | Seiteninhalt | Mögliche Gruppe |
|---|---|---|
/blog/running-shoes | Ratgeber zur Auswahl von Laufschuhen | Blogartikel |
/blog/beginner-training | Trainingsplan für Einsteiger | Blogartikel |
/products/shoes/model-a | Produktseite für Laufschuh Modell A | Laufschuh-Produkte |
/products/shoes/model-b | Produktseite für Laufschuh Modell B | Laufschuh-Produkte |
„Blogartikel“ ist eine Content Group, „Laufschuh-Produkte“ eine weitere. Beide fassen Seiten mit einem gemeinsamen Merkmal in der URL zusammen, damit du ihre Gesamtleistung auswerten kannst.
Eine Gruppe verschiebt keine Seiten, ändert keine URLs und greift nicht in die Verzeichnisstruktur deiner Website ein. Sie ist lediglich eine zusätzliche Perspektive für die Analyse. Deine bestehende Websitestruktur bleibt unverändert.
In alook kannst du Blogs, Produktkategorien, Landingpages oder automatisch erstellte Seiten anhand von URL-Regeln getrennt zusammenfassen und die Suchleistung jeder Inhaltsart fortlaufend beobachten.
2. Wie entsteht eine Content Group?
Wähle in alook zunächst die Art von Seiten aus, die du beobachten möchtest. Suche dann in ihren URLs nach einem gemeinsamen Pfad.
Schritt 1: Lege fest, welche Seiten du beobachten möchtest
Beginne am besten mit einer konkreten Frage:
- Haben meine zuletzt veröffentlichten Blogartikel insgesamt mehr Klicks aus der Suche erhalten?
- Verlieren die Produktseiten für Laufschuhe oder die Produktseiten für Sportuhren mehr Klicks?
- Erhält eine Gruppe von Seiten, die mit derselben Vorlage erstellt wurde, insgesamt Suchtraffic?
Wenn du von einer konkreten Frage ausgehst, erhältst du meist nützlichere Erkenntnisse, als wenn du wahllos viele Gruppen anlegst.
Schritt 2: Finde den gemeinsamen URL-Pfad
Die URLs deiner Blogartikel könnten zum Beispiel so aussehen:
https://example.com/blog/running-shoes
https://example.com/blog/beginner-training
https://example.com/blog/marathon-checklist
Alle enthalten /blog/. Daher kannst du die Gruppe so einrichten:
Gruppenname: Blogartikel
URL-Pfad: /blog/
Der Gruppenname ist eine frei verständliche Bezeichnung. Der URL-Pfad legt fest, welche Seiten in die Gruppe aufgenommen werden.
alook verwendet derzeit eine einfache Enthält-Suche: Eine URL wird der Gruppe zugeordnet, wenn sie den eingetragenen Pfad als exakte Zeichenfolge enthält. Bei lateinischen Buchstaben spielt die Groß- und Kleinschreibung keine Rolle. Pro Gruppe trägst du genau einen URL-Pfad ein; reguläre Ausdrücke sind nicht erforderlich.
So wird /blog/running-shoes von /blog/ erfasst, /products/shoes/model-a dagegen nicht. Der abschließende Schrägstrich verhindert außerdem, dass versehentlich ein anderes Verzeichnis wie /blogger/ einbezogen wird.
Die Regel muss mit den tatsächlichen URLs übereinstimmen. Liegen deine Blogartikel unter /articles/, musst du entsprechend /articles/ eintragen. Beachte außerdem, dass /blog/ eine Verzeichnis-Startseite nicht erfasst, wenn deren URL genau auf /blog endet und keinen abschließenden Schrägstrich hat.
Schritt 3: Fasse die Daten der passenden Seiten zusammen
Angenommen, in einem Zeitraum von 28 Tagen wurden folgende Klickzahlen erfasst:
| Seitenpfad | Klicks |
|---|---|
/blog/running-shoes | 300 |
/blog/beginner-training | 180 |
/blog/marathon-checklist | 120 |
/products/shoes/model-a | 250 |
Für die Gruppe „Blogartikel“ ergibt sich damit:
300 + 180 + 120 = 600 Klicks.
Die 250 Klicks der Produktseite werden in dieser Gruppe nicht berücksichtigt. Content Groups fassen bereits vorhandene Daten zusammen und erzeugen keine zusätzlichen Klicks.
3. Wozu dienen Content Groups bei der SEO-Analyse?
Den Gesamttrend einer Inhaltsart beurteilen
Wenn ein einzelner Artikel Klicks verliert, bedeutet das nicht automatisch, dass sich der gesamte Blog schlechter entwickelt.
Vergleichen wir zwei aufeinanderfolgende Zeiträume von jeweils 28 Tagen:
| Blogseite | Klicks im vorherigen Zeitraum | Klicks im aktuellen Zeitraum |
|---|---|---|
| Ratgeber zur Auswahl von Laufschuhen | 250 | 300 |
| Trainingsplan für Einsteiger | 200 | 180 |
| Checkliste für die Marathonausrüstung | 50 | 120 |
| Blog insgesamt | 500 | 600 |
Der „Trainingsplan für Einsteiger“ verliert 10 %, der gesamte Blog wächst jedoch von 500 auf 600 Klicks und damit um 20 %.
Das Ergebnis zeigt: Der Blog entwickelt sich insgesamt positiv, während ein einzelner Artikel genauer geprüft werden sollte. Mit Content Groups kannst du beide Beobachtungen berücksichtigen und vermeidest, aus der Entwicklung einer einzelnen Seite zu weitreichende Schlüsse zu ziehen.
Probleme erkennen, die in der Gesamtsumme verborgen bleiben
Betrachten wir zwei Seitengruppen:
| Content Group | Klicks im vorherigen Zeitraum | Klicks im aktuellen Zeitraum | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Blogartikel | 500 | 600 | +20 % |
| Laufschuh-Produkte | 500 | 400 | -20 % |
| Gesamt | 1.000 | 1.000 | 0 % |
Die Gesamtklickzahl der Website bleibt unverändert. Gleichzeitig gewinnt der Blog Klicks, während die Produktseiten verlieren.
Wenn du mit deiner Website Produktanfragen oder Bestellungen erzielen möchtest, solltest du die einzelnen Seiten der Gruppe „Laufschuh-Produkte“ zuerst prüfen: Hat sich die Suchnachfrage verändert? Sind Rankings gesunken? Sind die Inhalte der Seiten noch aktuell und korrekt?
Klickzahlen helfen dir, Veränderungen zu lokalisieren, sagen aber noch nichts direkt über deinen Umsatz aus. Um den tatsächlichen geschäftlichen Wert einer Gruppe zu beurteilen, brauchst du zusätzlich Conversion-Daten wie Bestellungen, Anfragen oder Registrierungen.
Beobachten, ob sich weitere Investitionen in eine Seitengruppe lohnen
Angenommen, du hast mit derselben Vorlage 100 Tool-Seiten erstellt, deren URLs alle /tools/ enthalten. Dafür kannst du eine Gruppe namens „Tool-Seiten“ anlegen.
Steigen die Klicks dieser Gruppe von 800 in einem Zeitraum auf 1.000 im nächsten, entspricht das einem Wachstum von 25 %. So kannst du zunächst die Entwicklung der gesamten Gruppe beurteilen und anschließend prüfen, welche Seiten zum Wachstum beitragen und ob es sich auf wenige Seiten konzentriert.
Dieses Vorgehen eignet sich für Blogbereiche, Produktkategorien, Landingpages zu einzelnen Funktionen und Seiten, die im Rahmen von programmatischem SEO, kurz pSEO, erstellt wurden. Neue Seiten werden ebenfalls in die Statistik aufgenommen, sobald ihre URL der Regel entspricht und ihre Daten mit alook synchronisiert wurden. Du musst die URLs nicht einzeln zu einer Liste hinzufügen.
4. Was ist der Unterschied zu Topic Clusters?
Beide Funktionen bilden Gruppen, betrachten aber unterschiedliche Elemente:
| Funktion | Grundlage der Gruppierung | Typische Fragestellung |
|---|---|---|
| Topic Clusters | Begriffe innerhalb der Suchanfragen | Wie hat sich das Thema „Laufschuhe“ zuletzt entwickelt? |
| Content Groups | Pfade innerhalb der Seiten-URLs | Wie haben sich alle Blogartikel zuletzt entwickelt? |
Sucht jemand zum Beispiel nach „Laufschuhe für Anfänger“ und klickt anschließend auf /blog/running-shoes, kann dieser Klick sowohl im Thema „Laufschuhe“ als auch in der Content Group „Blogartikel“ erscheinen.
Es handelt sich um zwei Perspektiven auf denselben Besuch. Du darfst die Klickzahlen aus Topic Clusters und Content Groups deshalb nicht addieren und als Gesamtklickzahl der Website behandeln.
Wenn dir die Gruppierung nach Suchanfragen noch nicht vertraut ist, lies als Nächstes Was sind Topic Clusters?.
5. Wie legst du in alook los?
- Öffne Ihre Websites und wähle die Website aus, die du analysieren möchtest.
- Suche unter SEO-Übersicht nach Content Groups und klicke auf Content Groups hinzufügen.
- Trage unter Gruppenname eine Bezeichnung wie „Blogartikel“ ein.
- Trage unter URL-Pfad beispielsweise
/blog/ein. - Klicke auf Inhaltsgruppe speichern. Die Tabelle wird aktualisiert und zeigt die Klickzahlen für den aktuellen Zeitraum sowie einen steigenden, fallenden oder unveränderten Trend.
Wenn du dir bei der Aufteilung unsicher bist, kannst du im Dialogfenster auf Mit KI analysieren und hinzufügen klicken. Die KI berücksichtigt die URL-Struktur der zuletzt synchronisierten Seiten, erstellt Gruppennamen und passende Pfadregeln und speichert sie direkt. Bereits vorhandene Gruppen bleiben erhalten, doppelte Vorschläge werden übersprungen.
Prüfe die Vorschläge der KI immer im Zusammenhang mit deinem Geschäft. Sie kann zum Beispiel anhand eines Verzeichnisses eine Produktgruppe erkennen. Du musst jedoch selbst beurteilen, ob dieses Verzeichnis tatsächlich der Produktkategorie entspricht, die du beobachten möchtest.
Um einen Namen oder eine Pfadregel zu ändern oder eine Gruppe zu löschen, klickst du in der entsprechenden Zeile unter SEO-Übersicht auf Bearbeiten. Alle Aktionen für Content Groups findest du dort.
6. Was solltest du vor der Nutzung beachten?
Verbessern sich meine Rankings, wenn ich eine Content Group anlege?
Das Anlegen einer Gruppe verändert weder deine Seiten noch ihre Suchrankings. Die Funktion hilft dir dabei, relevante Inhaltsbereiche schneller zu erkennen. Welche Maßnahmen du anschließend ergreifst, entscheidest du anhand der Daten einzelner Seiten und deiner Geschäftsziele.
Können Seiten in mehreren Content Groups gezählt werden?
Ja. Eine Gruppe kann beispielsweise /products/ erfassen und eine andere /products/shoes/. Eine Produktseite für Laufschuhe wird dann in beiden Gruppen gezählt. Addiere Gruppen mit Überschneidungen daher nicht direkt. Lege vor dem Erstellen einer Gruppe fest, ob du alle Produkte oder nur eine bestimmte Produktkategorie betrachten möchtest.
Warum zeigt eine Content Group keine Klicks an?
Prüfe zuerst, ob der eingetragene URL-Pfad mit den tatsächlichen Seitenpfaden übereinstimmt. Kontrolliere danach, ob für den ausgewählten Zeitraum bereits entsprechende Suchdaten vorliegen und ob die Synchronisierung abgeschlossen ist. Content Groups finden nicht automatisch alle Seiten deiner Website, sondern verwenden die bereits synchronisierten Suchdaten.
Die Gruppenstatistiken in alook basieren außerdem auf den synchronisierten Suchdetails. Google Search Console blendet einen Teil der Suchanfragen aus, und die Datenabdeckung kann sich je nach Dimension unterscheiden. Deshalb muss die Summe der Klicks einer Gruppe nicht genau mit der Gesamtklickzahl der Website übereinstimmen. Weitere Informationen zu diesen Einschränkungen findest du in der Dokumentation zum Leistungsbericht in Google Search Console.
Beginne mit einem leicht erkennbaren Bereich wie /blog/. Beobachte zunächst die Gesamtentwicklung dieser Seiten und prüfe anschließend einzelne Seiten, um die Ursachen zu finden. So bekommt jede SEO-Auswertung eine klare Richtung.
